Mir fällt das Schreiben leicht. Lange war das auch mein Beruf - jeden
Tag verlässlich 4, 5 Artikel schreiben. 60 Zeilen à 35 Anschläge, also
sicher 1000 Worte oder so am Tag. (Bei Zeilenhonorar gibt es auch einen
sehr interessanten Unterschied zwischen der deutschsprachigen Welt, wo
früher oft pro Zeile bezahlt wurde, und der englischsprachigen Welt, wo
seit langem, etwa für Magazine, die Honorierung pro Wort üblich ist.)
Und so habe ich mir den Output von 1000 Worten pro Tag auch als Ziel
gesetzt für dieses Buch, zu dem diese Webseite die Begleit-Site ist. Für
normale Menschen ist das viel, es sind in etwa drei Nachrichtentexte auf
einer Webseite.
Ich war mir auch nicht sicher, ob ich das Tempo halten würde. Aber es
hat sich als ein ganz guter Anhaltspunkt erwiesen. An den meisten Tagen
habe ich das ohne großen Stress geschafft. Vielleicht hätte ich mir also
ein höheres Ziel setzen sollen, sei’s drum. Manchmal war ich auch
wirklich auf der Suche nach einem Abschnitt, wo mir das auf Anhieb
gelingen würde.
Heute ist ein Meilenstein für mich erreicht: Das Manuskript umfasst
jetzt 40.000 Worte, und selbst wenn mir ein harter Redakteur noch einmal
5.000 davon wegstreicht, bleibt damit fast die Hälfte von dem Zielwert
von 75.000 Worten, der mir für das Relaunch-Buch vorschwebt. (Meine
Diplomarbeit hatte auch etwa diesen Umfang, 80.000 Worte - gemeinsam mit
Christoph Elles verfasst.)
Wie bin ich darauf gekommen? Das ist so etwa der Mittelwert von
Sachbüchern, die ich für gelungen erachte. Das konnte ich natürlich nur
in meinem streng subjektiven Sample von E-Books messen, die in nicht
DRM-verkrüppelter Form vorliegen habe.
- Brad Frost, Atomic Design: 40.000
- Jake Wroblewski, Mobile First: 25.000
- Peter Morville & Louis Rosenfeld, Information Architecture for the
World Wide Web, 150.000 (Angaben auf nächste 5.000 gerundet)
Also: Halbzeit für mich. Wer sich für das Buch interessiert, kann sich
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